EU-Projekt zur Unterstützung von Gewaltresilienz bei Kindern und Jugendlichen in betreuten Wohnformen - Alternative Future

Text

Dieses EU-Projekt dient der Weiterentwicklung von betreuten Wohnformen für Kinder und Jugendliche von 12 – 18 Jahren, indem Pädagog_innen durch Befragungen und Kompetenzentwicklung darin gestärkt werden, gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche besser zu unterstützen und dafür spezifische Maßnahmen durchzuführen.

Unter der Leitung der spanischen Partnerorganisation SURT und in Zusammenarbeit mit Partner_innen in Bulgarien, Italien, Deutschland und Großbritannien (Schottland) wurden in Österreich in den Jahren 2016 und 2017 folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Bedarfsanalyse (Forschungsphase mit Befragungen von Kindern und Jugendlichen sowie Pädagog_innen) und Entwicklung eines Fortbildungsprogramms zur Kompetenzerweiterung
  • Fortbildungsprogramms zur Kompetenzerweiterung in 3 kooperierende Einrichtungen (30 Einheiten)
  • Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen in den Einrichtungen und Zusammenfassung derselben in einem Kurzbericht
  • Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für die beteiligten Projektpartner_innen und ggf. weitere Einrichtungen

Kooperierende Einrichtungen profitierten von diesem Projekt in mehrfacher Weise: Durch die kontinuierliche Beteiligung am Forschungsprozess und die Teilhabe an der Ergebnisdiskussion, durch das Angebot der Teilnahme am Fortbildungsprogramm, durch die Begleitung der pädagogischen Arbeit durch das Trainer_innenteam und durch diverse Fortbildungsangebote sowie den Kontakt zu den internationalen Partnerorganisationen.

Projektstart
2015
AuftraggeberInnen

EU-Just/2015 / Kofinanzierung Land Steiermark Soziales, Arbeit und Integration

Durchführende Organisation

Institut für Männer- und Geschlechterforschung im VMG (Graz, Austria)

ProjektpartnerInnen

SURT. Fundació de dones. Fundació privada (Barcelona, Spain)
Dissens – Institut für Bildung und Forschung
(Berlin, Germany)
Animus Association Foundation (Sofia, Bulgaria)
Istituto degli Innocenti (Florenze, Italy)
Children in Scotland (Edinburgh, UK)

Dauer
2015-2017

Burschen und Care-Berufe: Geschlechtersegregation, Barrieren und bewährte Praktiken

Zitation

Scambor, E. (2016). Burschen und Care-Berufe: Geschlechtersegregation, Barrieren und bewährte Praktiken. In: Putz, S., Stockhammer, H. & Sturm, R. (Hg.): Geschlecht, Berufswahl und Arbeitsmarkt. Eine aktuelle Projektschau der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation und der Abt. Arbeitsmarktpolitik für Frauen des AMS Österreich. AMS Report 113. S. 24-39.

http://www.ams-forschungsnetzwerk.at/deutsch/publikationen/BibShow.asp?id=11417

Jahr
2016
Stammbereich

Konzeption und Durchführung eines Gender-Planspiels für die Stadt Wien

Text

Die Stadt Wien hat mit den bisherigen Gender Mainstreaming (GM) Schulungsangeboten vor allem der Wissensstand der Mitarbeiter_innen erhöht und im Bereich der Sensibilisierung viel erreicht (Bsp. Handbuch „Gender Mainstreaming leicht gemacht“).
Mit dem Gender-Planspiel sollen weitere Zielgruppen erreicht und Vertiefungsmöglichkeiten für die Praxis geboten werden.

Das Gender-Planspiel führt die Teilnehmenden (’Detektiv_innen‘) durch die Analyse sozialer Ungleichheit einer Organisation, die einer Abteilung der Stadt Wien nachempfunden wird. Basis dieser Methode bildet Datenmaterial, aus dem die Modell-Abteilung (inkl. Tätigkeitsfelder) einer öffentlichen Verwaltungsinstitution kreiert wird. Die Teilnehmenden schlüpfen im Rahmen des Gender-Planspiels in die Rolle von ’Detektiv_innen‘ und durchforsten gemeinsam die Abteilung, vor allem mit Blick auf ihre Aufgaben und Tätigkeitsbereiche. Wissens-Inputs unterstützen sie dabei. Der Blick wird dabei auf Geschlecht, Migration und andere soziale Kategorien gelegt. Theoretische Zugänge und Methoden-Tools (insbesondere die 4-R-Methode) zur Analyse der Abteilung und ihrer Tätigkeitsbereiche werden vorgestellt. Das Gender-Planspiel soll die Teilnehmenden befähigen, Gender-Analysen in eigenen Arbeitszusammenhängen vorzunehmen. Der Schwerpunkt der Gender-Analyse wird auf die Betrachtung der Aufgaben und Tätigkeiten der Abteilung nach außen gelegt.

Rolle des Instituts für Männer- und Geschlechterforschung:

  • Konzeption Gender-Planspiel für die Stadt Wien und
  • Durchführung des zweitägigen Gender-Planspiels in der Verwaltungsakademie der Stadt Wien.

 

Projektstart
2015
AuftraggeberInnen

Stadt Wien, Magistratsdirektion

Dauer
2015-2015

Scambor, E. (2015). Die intersektionelle Stadt. Geschlecht, Migration und Milieu als Achsen der Ungleichheit einer Stadt

Zitation

Scambor, E. (2015). Die intersektionelle Stadt. Geschlecht, Migration und Milieu als Achsen der Ungleichheit einer Stadt. In: M. Behrens, W.-D. Bukow, K. Cudak & Ch. Strünck (Hg.), Inclusive City. Überlegungen zum gegenwärtigen Verhältnis von Mobilität und Diversität in der Stadtgesellschaft.Wiesbaden: Springer VS.

Jahr
2015
Bereich
Stammbereich

Men and Gender Equality: European Insights

Zitation

Scambor, E., Bergmann, N., Wojnicka, K., Belghiti-Mahut, S., Hearn, J., Holter, O.G., Gärtner, M., Hrženjak, M., Scambor, C. & A. White (2014). Men and Gender Equality: European Insights. In Men and Masculinities, December 2014 17, 552-577.

Jahr
2014
Bereich
Stammbereich

Study on the Role of Men in Gender Equality

Zitation

Scambor, E., Wojnicka, K. Bergmann, N. (Hg.) (2013). The Role of Men in Gender Equality – European strategies & insights [AutorInnen: S. Belghiti-Mahut, N. Bergmann, M. Gärtner, J. Hearn, Ø. G. Holter, M. Hrženjak, R. Puchert, C. Scambor, E. Scambor, H. Schuck, V. Seidler, A. White & K. Wojnicka]. Luxembourg: Publications Office of the European Union.

Jahr
2013
Bereich
Stammbereich

Social Networks Graz

Text

Geschlecht, Migration und Milieu als Achsen der Differenz sozialer Netzwerke

Sozialforschung und Medienkunst, das sind die beiden Schnittstellenbereiche des Projekts social networks /graz. Das Projekt erfasste die aktuellen sozialen Netzwerke von 362 BewohnerInnen der Stadt Graz und repräsentierte das Datenmaterial in einer Installation im Stadtraum.
 
Unterschiedliche Netzwerkstrukturen von Frauen und Männern mit und ohne Migrationserfahrung, mit und ohne Kinder unter 14 Jahren wurden in der Studie herausgearbeitet und miteinander verglichen. Aus den erfassten individuellen Netzwerken wurden idealtypische Netzwerkstrukturen der befragten Bevölkerungsgruppen ermittelt.
PassantInnen waren eingeladen, die erfassten sozialen Netzwerke mittels eines Interface im Grazer Augartenpavillon zu erforschen. Vorab denierte Strukturmerkmale der Studie wurden im Pavillon miteinander räumlich, optisch und akustisch in Beziehung gesetzt: wichtige Lebensbereiche, Kontakthäugkeit, Wechselseitigkeit der Beziehungen, Kontaktmedium, Erreichbarkeit und Zeit, die die Netzwerkmitglieder in ihrem Netzwerk verbringen. 
 
Das Geschehen im Installationsraum funktionierte nach bestimmten, nachvollziehbaren Mechanismen, die die InstallationsbesucherInnen in ihrer Wahrnehmung über verschiedene Wahrnehmungskanäle wie ein Puzzle zusammenbauen konnten. Als Produkt entstand je nach Lesart eine „verstehbare“ Anordnung von Datenmaterial oder auch eine sinnlich erfahrbare Medien-/ Klanginstallation die die sozialen Beziehungsnetze der GrazerInnen zum Gegenstand hatte.
 
Erönung: 6. Juni 2011, 18.30 Uhr
Laufzeit: 7.-10. Juni 2011, jeweils 11.00-18.00 Uhr
Ort: Augartenpavillon im Augarten der Stadt Graz

 
Ein Projekt von Elli Scambor und Fränk Zimmer. In Zusammenarbeit mit Natascha Mauerhofer, Benedicta Nwoha, Seraffetin Tabur, Kevser Tas, Martina Derbuch Samek, Georg Holzmann, Walter Lang und Christian Scambor.

Projektstart
2011
AuftraggeberInnen
  • Land Steiermark, Kultur
  • Stadt Graz, Kultur
Durchführende Organisation

Forschungsbüro der Männerberatung Graz in Kooperation mit GenderWerkstätte und mur.at

Dauer
2011-2011

Bedarfsanalyse unterstützender Maßnahmen von sozial benachteiligten männlichen Jugendlichen an der Schnittstelle Ausbildung und Erwerbsarbeit

Text

Der Übergang vom Lebensfeld Schule/Bildung in jenes der Erwerbsarbeit/ Ausbildung/höhere Bildung zählt in diesem Lebensabschnitt zu den zentralen
Herausforderungen. Vor allem sozial benachteiligte Jugendliche weisen hier ein besonders hohes Risiko auf, diesen Übergang nicht oder nur sehr unbefriedigend zu schaffen. Unterstützende Angebote etwa auf arbeitsmarkpolitischer oder psychosozialer Ebene leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieser Jugendlichen und werden dabei als protektive Faktoren betrachtet, die geeignet sind, die Widerstandskraft sozial benachteiligter Jugendlicher zu stärken und deren Ressourcen – vor dem Hintergrund der jeweils gegebenen arbeitsmarktrelevanten Verhältnisse – so gut wie möglich zur Geltung kommen zu lassen.

In der vorliegenden Studie wurde dieser Lebens-Übergang unter einem geschlechtssensiblen Blickwinkel betrachtet und der Blick auf männliche Jugendliche mit sozialer Benachteiligung gerichtet.

  • Welchen Versorgungsbedarf bzw. Bedarf an Unterstützung orten Burschen mit sozialer Benachteiligung und ExpertInnen an der Schnittstelle von Ausbildung und Berufseinstieg?
  • Welche konkreten unterstützenden Angebote können für diese Zielgruppe im Prozess des Berufseinstiegs hilfreich sein (Innen- und Außenwahrnehmung: Sicht der Burschen und Sicht der ExpertInnen)?
  • Welche Schlüsse lassen sich daraus für die Planung von Maßnahmen für sozial benachteiligte Burschen an der Schnittstelle von Ausbildung und Erwerbsarbeit ableiten?
Projektstart
2011
AuftraggeberInnen

BMASK

Durchführende Organisation
  • Men, Wien
  • Forschungsbüro Männerberatung Graz
  • Männerbüro Salzburg
ProjektpartnerInnen
  • Romeo Bissuti (Men Wien)
  • Elli Scambor (Forschungsbüro Männerberatung Graz)
  • Christian Scambor (Forschungsbüro Männerberatung Graz)
  • Eberhard Siegel (Männerbüro Salzburg)
  • Predrag Pljevaljcic (Men Wien)
  • Markus Zingerle (Men Wien)
Dauer
2011-2012